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Erfolgreiche Data Days 2012 bilden Grundstein für Dialog und Inkubatorprogramm


•    Über 300 Gäste diskutieren bei ausverkauften Data Days über Big- und Good-Data
•    nugg.ad stellt  Inkubatorprogramm offiziell vor und beginnt Gespräche
•    Econitor gewinnt Start-up Preis im Data Pioneers-Wettbewerb


Berlin, 08.10.2012:  Die Data Days 2012 waren ein voller Erfolg. Die von der Post-Tochter nugg.ad ins Leben gerufene Veranstaltung widmete sich am 1. und 2. Oktober in Berlin dem Thema „Big Data“. Mehr als 300 Gäste aus Online-Branche, Politik, Datenschutz und Kultur folgten dem Ruf, denn zum ersten Mal wurden Daten, Algorithmen und ihre Auswirkungen nicht ausschließlich im Branchen- oder IT-Kontext diskutiert, sondern auf eine internationale gesamtgesellschaftliche Ebene gehoben – eine Ebene, auf der sie auch nach Meinung des Opening-Speakers Christopher Steiner aus New York besprochen werden müssen. Nicht ohne Grund trägt das aktuelle Buch des Bestseller-Autors den Untertitel „How Algorithms Came to Rule the World“.


„Die Data Days 2012 haben unsere Erwartungen weit übertroffen. Wir sind nicht nur stolz auf die zahlreichen hochkarätigen Gäste, die sowohl in Keynotes und auf Panels glänzen konnten, sondern vor allem auch auf das Publikum, das die Konferenz durch zahlreiche Denkanstöße zu einer absolut interaktiven Veranstaltung gemacht hat. Wir haben es geschafft, Wirtschaft, Politik und Technik zu verbinden“, sagt Stephan Noller, CEO nugg.ad.


Am 1. Oktober wurden im Rahmen der Data Conference theoretische Themen wie die gesellschaftliche und wirtschaftliche Bedeutung von Data diskutiert. Die mehr als 25 internationalen und nationalen Speaker lieferten dabei interessante und durchaus provokante Denkanstöße. In seiner Eröffnungsrede im auf dem ehemaligen Grenzstreifen erbauten Nhow Hotel Berlin betonte Stephan Noller, dass Algorithmen durchaus in der Lage seien, „neue Mauern in der Gesellschaft zu errichten“, aber genau so dazu fähig, die Gesamtgesellschaft im Guten zu prägen. Entsprechend widmeten sich die ersten Keynotes und Panels wie „Data“ und „Relevance“ unter anderem den Bedingungen eines verantwortungsvollen Umgangs mit Data, wie z.B. einer Algorithmen-Ethik. Schnell wurde klar, dass neue Kriterien geschaffen werden müssen, um sich dem Thema Data und Gesellschaft zu nähern: „So what happens when everybody is Big Brother“, fragte Moderator Spencer Reiss von WIRED und beschrieb so treffend die erheblichen Folgen einer Verbindung der verfügbaren Datenflut mit einer Demokratisierung technologischer Prozesse. Immerhin sprechen wir nicht mehr von Giga- oder Terabytes, sondern von „Capital D Data“, wie Lisa Green von der Common Crawl Foundation betonte. Die in San Francisco lebende Green forderte, Daten grundsätzlich als „Open Data“ öffentlich zu machen und dem Gemeinwohl zur Verfügung zu stellen. Auch andere Referenten wie zum Beispiel Marc Guldimann von Enliken aus New York definierten ihre Vorstellungen von „Good Data“, also Daten, die kontrollierbar durch den Nutzer selbst zu vielfältigen Zwecken verwendet werden können.

Auch das hochkarätig besetzte Datenschutz-Panel suchte dementsprechend nach Antworten, das enorme Innovationspotential zwar datenschutzrechtlich zu flankieren, aber nicht auszubremsen. Einen interessanten Vergleich bemühte der US-amerikanische Datenschützer Ashkan Soltani mit seiner These, Datenschutz würde zukünftig genauso wichtig wie Umweltschutz sein.


Partei für die Daten und algorithmische Empfehlungsmechaniken ergriff Brian Eoff von bit.ly in seiner Keynote. Die Angst der Menschen vor neuen Technologien wie Algorithmen sieht er vor allem darin begründet, dass technologische Vorhersehbarkeit unseren Glauben an Individualität bedroht. Der Schlüssel zum Umdenken bestehe dementsprechend darin, dass Menschen bereit sein müssen, Fehlbarkeit zu akzeptieren - und zwar die eigene, wie auch die von Algorithmen. „Keine Daten und keine Technologie werden jedoch jemals einen intelligenten Menschen ersetzen können“, so Eoff.


Der zweite Tag unter dem Motto Data Pioneers widmete sich dem praktischen Bereich des Themas digitale Arbeit und Start-ups. Nach einer inspirierenden Keynote mit dem Titel „Vergesst Gleichstellung“ von Teresa Bücker zum Thema Geschlechter-Gleichstellung in der Branche begann der Start-up Wettbewerb. Elf Start-ups präsentierten ihre Geschäftsideen vor einer unabhängigen Jury, bestehend aus Teresa Bücker, Lisa Green und Matt Turck und kämpften um das Preisgeld von insgesamt rund 10.000 Euro. Den Wettbewerb für sich entscheiden konnte das Berliner Start-up Econitor, das eine auf Big Data basierende Software-Lösung für die Messung und Auswertung von Energieverbrauch sowohl für Endkonsumenten wie auch für die Industrie und Energieprovider entwickelte. Den zweiten Platz machte d.core aus München mit seinem Geschäftsmodell d.plan, gefolgt von datavirtuality aus Leipzig.


Im Zuge der Data Days stellte nugg.ad auf dem „Incubator Talk“ zudem erstmals sein Inkubatorprogramm öffentlich vor. In der Diskussion mit Florian Heinemann von Project A, Tobias Seikel von Hanse Ventures und Nico Lumma von Digital Pioneers und Jens Spyrka von bmp media investors machte Stephan Noller klar, dass der nugg.ad Inkubator sich von anderen Inkubator-Programmen klar unterscheidet. „Uns geht es hier nicht um Geld in Form von schnellen Exits. Dadurch, dass die Gründer zudem keine Anteile abgeben müssen, bleiben sie außerdem absolut selbstständig“, stellte Noller fest. „Vielmehr wollen wir ein Ökosystem nutzenstiftender Services errichten, das sich klar an den User wendet aber gleichzeitig Hand in Hand mit unserer Targeting-Technologie kooperiert.“ Teil dieses Ökosystems können zum Beispiel Datenschutz- und Kontrolltools sein, genauso wie Dienstleistungen, die dem Nutzer basierend auf seinem Cookie einen Mehrwert liefern. Der Anspruch von nugg.ad, Dienstleistungen, die eigentlich für den Werbekontext geschaffen wurden, für den Nutzer arbeiten zu lassen, soll sich sowohl für die Online-Branche wie auch für den Nutzer auszahlen. Gespräche mit ersten Unternehmen werden direkt im Anschluss an die Data Days begonnen. Die Realisierung entsprechender nutzenstiftender Services wird von nugg.ad und der Deutschen Post mit bis zu 100.000 Euro unterstützt.
Die gesamte Konferenz ist als Video verfügbar: www.youtube.com/DataDaysChannel



Über nugg.ad:


Die nugg.ad AG ist der führende Anbieter von Predictive Behavioral Targeting Lösungen zur Steuerung von Werbung in digitalen Medien. nugg.ad ermöglicht Werbetreibenden, Mediaagenturen und Vermarktern, die Wirksamkeit von Werbung durch Auslieferung an relevantere Zielgruppen signifikant zu erhöhen. Der einzigartige Ansatz des Predictive Behavioral Targeting ermöglicht es, einfache Nutzungsdaten in Echtzeit mit Befragungsdaten zu Soziodemographie, Produktinteressen und Lifestyle anzureichern. Hierzu werden Predictions (statistische Vorhersagen) genutzt, die jedoch keine personenbeziehbaren Daten enthalten. nugg.ad hat so als erster Targeting-Anbieter für sein Produkt das Datenschutzgütesiegel des Unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz, Schleswig-Holstein (ULD) verliehen bekommen. Auf europäischer Ebene wurde das nugg.ad Produkt außerdem mit dem European Privacy Seal, EuroPriSe, zertifiziert. 2008 wurde nugg.ad mit dem „Red Herring 100 Europe“ und dem „European Seal of E-Excellence“ ausgezeichnet. Seit 2010 ist nugg.ad ein Unternehmen von Deutsche Post DHL.
Weitere Informationen auf www.nugg.ad

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